Mentales Training oder Mentaltraining

Als mentales Training oder Mentaltraining bezeichnet man eine Vielzahl an psychologischen Methoden, die die kognitiven Fähigkeiten, das Selbstbewusstsein, die mentale Stärke und das Wohlbefinden fördern sollen. Ursprünglich stammen beide Begriffe aus der Sportpsychologie, jedoch werden sie heutzutage wesentlich umfassender ausgelegt.

Mentales Training soll zur positiven Lebensgestaltung beitragen. Man soll damit bewusst das Denken, Wollen und Tun beeinflussen und systematisch das eigene Schicksal in die Hand nehmen. Man soll mit Mentaltraining lernen, die eigenen geistigen Fähigkeiten gezielter zu nutzen.

Techniken des mentalen Trainings sind normalerweise eine Kombination aus autogenem Training, Meditation, positivem Denken, Konzentrationsübungen, Entspannungsübungen, Visualisierung und Neuro-Liguistischem Programmieren (NLP). Beim NLP werden verhaltens-, gesprächs- und hypnotherapeutische Ansätze der Psychotherapie zusammengeführt.

meditation-1063449_1280Mentaltraining soll dabei helfen Blockaden aufzulösen, die durch negative Gedanken entstanden sind. Das Denken soll in positive Bahnen gelenkt werden und man soll dazu befähigt werden, seine eigenen Kräfte zu erkennen und zu fokussieren. Geist und Körper sollen sich dabei im Einklang befinden.

Während es bei der Psychotherapie strenge Qualitätsstandards gibt die gesetzlich geregelt sind, ist dies beim mentalen Training nicht der Fall. Auch wenn hier großteils ähnliche Methoden zum Einsatz kommen, dürfen sie unter der Bezeichnung “Training” oder “Beratung” ohne den Nachweis einer Qualifikation angewendet werden. Durch unqualifizierte Anwendung psychotherapeutischer Methoden können so Gefahren wie Manipulation oder Realitätsverlust entstehen.

Nichtsdestotrotz kann mentales Training für viele Menschen ein Weg sein, ihr Leben positiv zu beeinflussen. So hilft es beispielsweise vielen Menschen bei der Entspannung oder der Verbesserung ihrer kognitiven Fähigkeiten. Gerade älteren Menschen kann Gehirntraining dabei helfen, geistig fit zu bleiben.

In der Sportpsychologie wird das mentale Training zum Sich-Vorstellen von Bewegungsabläufen genutzt. Der Sportler stellt sich dabei einen bestimmten Handlungsablauf wiederholt vor, ohne ihn konkret auszuüben. Dadurch, dass der Sportler sich einen Bewegungsablauf intensiv vorstellt, soll dieser in der späteren aktiven Ausführung besser gelingen. Ein wirksames Training wechselt dabei zwischen Mentaltraining und tatsächlicher Ausführung um die vorgestellte Handlung mit der tatsächlichen Handlung abzugleichen.